Teufelsmauer

Die Teufelsmauer ist ein wirklich tolles Ziel zum Wandern im Harz. So hohe Felsen wie den Königstein, das Hamburger Wappen oder den Großvaterfelsen hätte ich hier nicht erwartet. Ich war dort und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser für einen Urlaub an der Teufelsmauer.

➔ Willst du mehr darüber wissen? Hier die offizielle Webseite der Harz Domizile.

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Die Teufelsmauer – das sehenswerte Naturwunder im Harz

Die Teufelsmauer im Harz ist eine rund 20 Kilometer lange Reihe von Felsen aus hartem Sandstein. Du findest sie nahe Quedlinburg. Genau genommen reicht die Felskette von Blankenburg über Timmenrode, Thale und Weddersleben bis nach Ballenstedt. Es sind ganz unterschiedlich geformte Felsen, die wir so im Harz ganz und gar nicht erwartet haben. Im Westen zwischen Blankenburg und Timmenrode erinnern sie mich an die Felsen der Sächsischen Schweiz rund um die Basteibrücke und die Schwedenlöcher. Im Osten schaut die Teufelsmauer ganz anders aus. Hier sind es einzelstehende Felsen, die mitten aus den hügeligen Wiesen aufragen. Die gesamte Felskette ist eines von 77 Nationalen Geotopen in Deutschland. Es ist wirklich sehenswert. Deswegen kommen jedes Jahr Tausende von Wanderern und Fotografen. Sie wollen alle die schroffen, bis zu 40 Meter aufragenden Felsnadeln bestaunen.

Warum heißt die Teufelsmauer so?

Hat wirklich der Teufel seine Hand im Spiel gehabt? Wenn du vor den Felsen stehst, verstehst du, warum sich die Menschen hier seit Jahrhunderten schaurig-schöne Geschichten erzählen. Doch woher hat die Teufelsmauer ihren Namen? Die berühmteste Sage erzählt von einer Wette zwischen Gott und dem Teufel: Der Teufel durfte all das Land behalten, das er bis zum ersten Hahnschrei mit einer Mauer abgrenzen konnte. Doch eine Bäuerin, die im Morgengrauen mit ihrem Hahn zum Markt ging, stolperte, der Hahn krähte und der wütende Teufel zerschlug sein unvollendetes Werk. So die Sage.

Wie ist die Teufelsmauer im Harz entstanden?

Die Entstehung der Teufelsmauer begann vor rund 85 Millionen Jahren in der oberen Kreidezeit. Als sich der Harz-Block im Zuge tektonischer Verschiebungen hob, wurden die nördlich gelagerten Schichten aus hartem Sandstein durch den enormen Druck fast senkrecht nach oben gebogen. Im Laufe der folgenden Jahrmillionen leisteten Wind, Wasser und Eis ganze Arbeit. Sie trugen die weicheren, umgebenden Gesteinsschichten wie Mergel und Ton ab, während die harten, quarzitisch gebundenen Sandsteinrippen der Erosion trotzten und als Teufelsmauer in der Landschaft stehen blieben.

Die Highlights der Teufelsmauer – Von Blankenburg bis Ballenstedt

Die 20 Kilometer lange Teufelsmauer ist nicht überall gleich ausgeprägt. Und die Felsen reichen nicht komplett über die gesamte Ausdehnung. An manchen Stellen kannst du die Teufelsmauer erkennen und auf richtig coolen Felsen wandern. An anderen Stellen sieht man sie überhaupt nicht mehr. Auf anderen Webseiten siehst du immer noch ein paar einzelne Felsen. Damit du einen richtig guten Überblick bekommst, habe ich diese Webseite geschrieben. Ich gebe dir hier den kompletten Überblick, damit du die schönsten Ecken findest. Hier die detaillierte Beschreibung der einzelnen Felsen:

Großvaterfelsen Blankenburg – Der steile Aufstieg zum Aussichtsgipfel

Ganz im Westen der Teufelsmauer findest du den Großvaterfelsen auf einer Höhe von 317 Metern über dem Meer. Er ist das Wahrzeichen von Blankenburg und gut sichtbar über den Dächern der Kleinstadt. Es ist wohl der Gipfel der Teufelsmauer, der am schwierigsten erreichbar ist. Bis zum Gipfelfelsen führt ein relativ leichter Wanderweg. Aber das letzte Stück ist anspruchsvoll. Der Aufstieg wurde in den nackten Sandstein gehauen. Die Treppe fordert von dir volle Konzentration, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Belohnt wirst du auf dem mit Eisengeländern gesicherten Gipfel direkt neben der alten Wetterfahne von 1998 mit einem atemberaubenden Rundumblick.
–> Großvaterfelsen

Hamburger Wappen Timmenrode – Drei Zinnen, Höhlen und Ritterpfade

Für mich die schönsten Felsen der Teufelsmauer - das Hamburger Wappen
Für mich die schönsten Felsen der Teufelsmauer – das Hamburger Wappen

Weiter östlich wartet nahe Timmenrode das Hamburger Wappen auf dich. Es die größte Felsformation der gesamten Teufelsmauer. Die drei besonderen Felsnadeln erinnern an die drei Türme des Hamburger Stadtwappens. Wenn du geübt bist, solltest du den Aufstieg über die 15 Stufen der Zinnentreppe machen. Ansonsten schaust du dir einfach nur den sandigen Talkessel am Felsfuß an, wo du einen richtig guten Blick auf das Wappen hast. Hier solltest du auch durch die Felshöhlen des Kuhstalls spazieren. Das ist eine richtige Sehenswürdigkeit. Und verpasse nicht das imposante Teufelsloch. Bergsteiger können die extrem steile Rittertreppe erkunden (bitte ein Seil mitnehmen!).
–> Hamburger Wappen

Königstein Weddersleben – Das Herzstück der Sagenwelt

Einer der meistbesuchten Felsen der Teufelsmauer ist Königstein bei Weddersleben
Einer der meistbesuchten Felsen der Teufelsmauer ist Königstein bei Weddersleben

Nahe Weddersleben triffst du auf den extrem beliebten Felsen der Teufelsmauer: den Königstein. Diese Felswand zog schon im Jahr 1784 Johann Wolfgang von Goethe in ihren Bann. Du findest heute den Goethestein am Wegesrand. Bereits seit 1935 steht dieses Gebiet unter strengem Naturschutz, um die seltenen Krustenflechten und den empfindlichen Silbergrasrasen zu bewahren. Besuche dort die kleine Aussichtskanzel direkt an der Felswand, die dir einen fantastischen Blick auf das grüne Band der Bode und den kleinen Ort Weddersleben bietet, wo auch die Stempelstelle Nr. 188 auf dich wartet.
–> Königstein

Mittelsteine und Papensteine – Kirschbaumallee und Klippen

Blick auf die Mittelsteine der Teufelsmauer
Blick auf die Mittelsteine der Teufelsmauer

Direkt an den Königstein schließen sich die Mittelsteine an. Mein besonderes Highlight auf der Südseite der Felskuppe ist die Kirschbaumallee mit über 50 alten Kirschbäumen. Sie erstrahlt im Frühling mit einem rosa-weißen Blütenmeer. Noch weiter westlich ragen die Papensteine als Einzelfelsen aus der Ebene. Beide Abschnitte verdanken ihre heutige Existenz dem engagierten Kreisrichter Otto Stielow, der im Jahr 1867 den Abbau des begehrten Bausandsteins verbot und die Felsen so vor der endgültigen Zerstörung rettete.
–> Mittelsteine

Gegensteine Ballenstedt – Die einsamen Felsen im Osten der Teufelsmauer

Ganz im Osten, wo die Teufelsmauer langsam in die sanfte Ebene ausläuft, erheben sich die Gegensteine. Sie stehen völlig isoliert in der Landschaft. Der Fürst von Anhalt-Bernburg ließ bereits im Jahr 1863 eine Treppe auf den Großen Gegenstein errichten. Auf ihr kannst du heute noch bis zum Gipfelkreuz auf 243,6 Meter Höhe hinauf steigen. Durch die freistehende Lage hast du von hier oben einen Rundumblick, der an klaren Tagen über Ballenstedt hinweg bis zu den dunklen Bergen des Hochharzes reicht.
–> Gegensteine

Praktische Tipps für Besucher – Anreise, Parken und Naturschutz

Jeder Abschnitt der Teufelsmauer ist hervorragend erschlossen und über gut die Wanderparkplätze in Neinstedt, Timmenrode oder Blankenburg erreichbar. Die Wege im Tal eignen sich ideal für Familienausflüge, während die steilen Gipfelpfade festes Schuhwerk mit gutem Profil erfordern. Da die Teufelsmauer zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands gehört und Heimat extrem seltener, trittempfindlicher Pflanzen ist, gilt für alle Besucher das wichtige Gebot, stets auf den offiziellen Wegen zu bleiben, um dieses einmalige Naturwunder auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Lohnt sich die Teufelsmauer?

Ja, ich finde die Teufelsmauer lohnt sich. Jedoch ist nicht die gesamte Mauer gleich attraktiv. Weite Teile der 20 Kilometer langen Felskette lohnen sich nicht. Wirklich gut fand ich den Gratweg zwischen dem Großvaterfelsen und dem Hamburger Wappen. Hier ist der Wandersteig richtig alpin – jedoch stellenweise etwas ausgesetzt. Landschaftlich lohnenswert, aber nicht ganz so spektakulär ist der Königstein. Enttäuscht war ich von den Mittelsteinen. Dort kommst du nicht zu den Felsen hinauf.

Wir haben in den letzten Jahren noch mehr teuflische Erlebnisse gehabt und lohnende Felsen entdeckt. Kennst du schon die Teufelsschlucht in der Eifel – diese meterhohen Felsen bilden eine richtige Schlucht. Das wird dir auch gefallen. Sehenswert ist auch der Teufelstisch in der Pfalz und die als Teufelsbrücke bekannte Rakotzbrücke. Die Teufelsmauer ist ein Nationales Geotop in Deutschland. Weitere Nationale Geotope sind das Felsenlabyrinth Luisenburg im Fichtelgebirge, der Donaudurchbruch Weltenburg nahe Regensburg, die Osterseen nahe Münschen und die berühmten Kreidefelsen Rügen.

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Die häufigsten Fragen zur Teufelsmauer

Was ist die Teufelsmauer?

Die Teufelsmauer ist eine Reihe von mehreren Felsen. Zu ihr gehört der Großvaterfelsen, das Hamburger Wappen und der Königstein.

Wie lang ist die Teufelsmauer?

Die Teufelsmauer ist insgesamt 20 Kilometer lang. Die Felsen sind aber nicht durchgehend, sondern nur stellenweise.

Wo fängt die Teufelsmauer an?

Es gibt mehrere Abschnitte der Teufelsmauer. Der westlichste Teil beginnt Blankenburg, der östlichste Teil ist in Ballenstedt.

Wie hoch ist die Teufelsmauer?

Der höchste Punkt der Teufelsmauer liegt auf 319 Meter über dem Meer.

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