Großvaterfelsen

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Großvaterfelsen – Der steinerne Riese über den Dächern von Blankenburg

Wer den Blick über Blankenburg schweifen lässt, schaut nach oben zu den schroffen Kanten des Großvaterfelsens. Mit einer Höhe von etwa 317 m ü. NN bildet dieser Sandsteinriese das westliche Ende der Harzer Teufelsmauer. Er ist ein Naturdenkmal aus der oberen Kreidezeit und bildet zusammen mit der „Großmutter“ direkt nebenan die westliche Grenze der legendären Teufelsmauer. Wegen seiner exponierten Lage am Rand des Harzes ist er einer der bekanntesten und am häufigsten besuchten Einzelfelsen der ganzen Gegend.

Der abenteuerliche Aufstieg: Kraxeln auf den Spuren von Carl Löbbecke

Der Weg auf den Gipfel des Großvaters ist ein kleines Abenteuer und erfordert vollen Einsatz. Der Aufstieg beginnt auf der Südseite des Felsens und führt dich über einen steilen Pfad nach oben. Das ist kein gemütlicher Wanderweg, sondern eine echte Kraxel-Passage über direkt in den Sandstein geschlagene Stufen und Tritte. Du solltest für diesen Aufstieg unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen, da es teils ordentlich bergab geht. Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind hier absolute Pflicht. Zum Glück ist der gesamte Weg nach oben sowie das Plateau auf dem Gipfel mit robusten Eisengeländern und Haltegriffen gesichert, an denen du dich gut festhalten kannst.

Der Logenplatz auf der Teufelsmauer: Das besondere Gipfelerlebnis

Wenn du es erst einmal bis ganz nach oben geschafft hast, stehst du auf dem ultimativen Aussichtspunkt der westlichen Teufelsmauer. Hier oben ist die alte Wetterfahne von 1998. Vom Gipfelplateau genießt du einen freien Rundumblick. Unter dir breiten sich die Dächer der Stadt Blankenburg und die prächtigen Schlossgärten aus. Auf der anderen Seite siehst du kilometerweit über das flache Harzvorland und in den Harz hinein.

Wissenswertes für Besucher

Direkt am Fuß der Südseite des Felsens liegt die Stempelstelle für den Stempel Nr. 76 für die Harzer Wandernadel. Bereits im Jahr 1853 ließ der Blankenburger Bürgermeister Carl Löbbecke den berühmten Kammweg anlegen, um die Felsen für Wanderer zugänglich zu machen. Zu seinem Andenken findest du am nahen Löbbecke-Felsen eine gusseiserne Gedenktafel. Wenn du ein erfahrener Kletterer bist, ist die Gegend für dich spannend, da ausgewiesene Bereiche des Großvaters offiziell für den Klettersport freigegeben sind.

Wie kommt man zum Großvaterfelsen?

Der schnellste und bequemste Weg führt dich direkt aus dem Stadtgebiet von Blankenburg hinauf zum Felsen, was sich hervorragend mit einem Ausflug zum Großen Schloss Blankenburg oder der Altstadt Blankenburg verbinden lässt. Ich persönlich empfehle ich dir eine ausgedehnte Wanderung über den berühmten Kammweg (Löbbeckestieg), der direkt auf dem schmalen Felsgrat der Teufelsmauer verläuft. Auf diesem spektakulären Pfad, der auch Teil des großen Teufelsmauerstiegs ist, kannst du vom Großvater über den steinernen Rücken der Mauer nach Osten wandern, wo du das berühmte Hamburger Wahrzeichen erreichst.

Karte Teufelsmauer Großvaterfelsen

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