Teufelsmauer Königstein – Die Attraktion der Felsenkette
Wer nach dem Postkartenmotiv der Teufelsmauer sucht, kommt zum Königstein bei Weddersleben. Er ist der bekannteste Felsen der 20 Kilometer langen Teufelsmauer. Die große schroff aufragende Mauer dominiert das Landschaftsbild südlich der Bode. Sie besteht aus extrem hartem Sandstein. Zusammen mit dem Harznordrand wurde dieser Bereich im Jahr 2006 völlig zu Recht als eines der wichtigsten Nationalen Geotope Deutschlands ausgezeichnet. Der Königstein wirkt wie eine natürliche Festungsmauer, die mitten auf dem Feld aus der Erde bricht. Deshalb zieht sie Naturbegeisterte und viele Fotografen an.
Wo Goethe forschte und die Natur regiert
Wenn du hier wanderst, stehst du auf historischem Boden. Denn schon im Jahr 1784 kam Johann Wolfgang von Goethe hierher, um die Geologie der Sandsteinfelsen zu studieren. An seine Entdeckerlust erinnert heute der Goethestein, an dem du auf dem Weg vorbeikommst. Dass du den Königstein auf der Teufelsmauer überhaupt noch bewundern kannst, verdankst du dem Denkmalschützer Otto Stielow. Er verbot im Jahr 1867 den Abbau des begehrten Bausandsteins im Steinbruch. Vergiss bei deiner Tour nicht dein Stempelheft, denn im Bereich zwischen Neinstedt und Weddersleben kannst du dir an der Stempelstelle Nr. 188 den Stempel für die Harzer Wandernadel holen. Da die extrem dünnen Sandböden rund um den Felsen die Heimat des hochempfindlichen Silbergrasrasens und anderer seltener Pflanzen sind, ist das Gebiet geschützt, weshalb du zum Schutz der Natur unbedingt auf den ausgewiesenen Wegen bleiben solltest.
Die Aussichtskanzel am Königstein in Weddersleben
Das beste Erlebnis am Königstein wartet direkt an der Felswand auf dich. Über einen kurzen Zuweg erreichst du eine kleine, perfekt in die Klippen integrierte Aussichtskanzel. Wenn du hier oben stehst, befindest du dich direkt neben den mächtigen, steilen Wänden des Königsteins. Du schaust hinab auf den kleinen Ort Weddersleben und blickst über das Harzvorland und das grüne Band der Bode hinüber Richtung Bodetal. Am schönsten ist dieser Moment am späten Nachmittag oder kurz vor dem Sonnenuntergang. Wenn das warme, flache Licht die schroffen Risse des Sandsteins anstrahlt und der Fels in einem rötlichen Gold leuchtet, ist die Stimmung hier oben einfach unbeschreiblich friedlich.
Wissenswertes für Besucher
Zum Königstein kommst du ganz entspannt über einen einfachen Spaziergang. Stell dein Auto am besten auf dem offiziellen Teufelsmauer-Parkplatz am Ortsrand von Neinstedt ab, von wo aus der Weg gut ausgeschildert ist. Vor Ort solltest du unbedingt auf den Wegen bleiben und die Absperrungen beachten, da die dünne Sandschicht am Boden seltene Pflanzen wie den Silbergrasrasen beheimatet, der extrem empfindlich gegen Tritte ist. Wenn du Stempel sammelst, nimm dein Heft für die Harzer Wandernadel mit, denn im Abschnitt zwischen Neinstedt und Weddersleben wartet die Stempelstelle Nr. 188 auf dich. Geschichtlich ist der Felsen spannend, da schon 1784 Goethe hier war, um die Geologie zu studieren. Der Goethestein am Wegrand erinnert an seinen Besuch. Früher wurde die Teufelsmauer rund um den Königsstein als Steinbruch genutzt. Der Sandsrein wurde abgebaut. Dass der Königsstein heute überhaupt noch existiert, ist Otto Stielow zu verdanken. Der damalige Landrat setzte sich für den Erhalt der Teufelsmauer ein und verbot 1867 den Abbau des Sandsteins.
Wie kommt man zum Königstein?
Die Anreise zum Königstein könnte nicht einfacher sein. Du stellst dein Auto auf dem offiziellen Parkplatz am Ortsrand von Neinstedt ab und folgst dem kinderfreundlichen Wanderweg. Der Weg führt dich ohne große Steigungen durch die idyllische Landschaft direkt an den Fuß des Felsens. Von hier geht es über ein paar Stufen hinauf zum Königsstein. Dort geht es oben entlang, wo du den Aussichtspunkt am Königstein erreichst. Wenn du Lust hast, kannst du vom Königstein direkt weiter zu den angrenzenden Mittelsteinen und den geheimnisvollen Papensteinen wandern. Das ist eine leichte Wanderung direkt auf der Teufelsmauer.
