Die Teufelsmauer ist ein wirklich tolles Ziel zum Wandern im Harz. So hohe Felsen wie den Königstein, das Hamburger Wappen oder den Großvaterfelsen hätte ich hier nicht erwartet. Ich war dort und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser für einen Urlaub an der Teufelsmauer.
➔ Willst du mehr darüber wissen? Hier die offizielle Webseite der Harz Domizile.
Großvaterfelsen Wanderung – zum Aussichtsfelsen der Teufelsmauer
Der Großvaterfelsen in Blankenburg ist eines der markantesten Ziele an der Teufelsmauer. Schon von der Stadt aus fällt der mächtige Sandsteinfelsen auf. Oben erreichst du einen Aussichtspunkt mit Blick über Blankenburg, die Schlossgärten und den nördlichen Harz. Der Weg hinauf ist allerdings nicht einfach nur ein Spaziergang: Auf dem letzten Stück geht es über Felsstufen und Eisentreppen zum Gipfel.
Für einen kurzen Ausflug kannst du den Großvaterfelsen direkt von Blankenburg aus besuchen. Wenn du mehr Zeit hast und trittsicher bist, bietet sich eine längere Wanderung auf dem Löbbeckestieg an. Dieser schmale Kammweg führt entlang der Teufelsmauer in Richtung Hamburger Wappen bei Timmenrode.
Die Großvaterfelsen Wanderung auf einen Blick
| Großvaterfelsen Wanderung | Daten & Fakten |
|---|---|
| Ziel | Großvaterfelsen bei Blankenburg |
| Höhe des Felsens | 317 m |
| Ausgangspunkt | Blankenburg, Bereich Schnappelberg |
| Schwierigkeit | Bis zum Felsen moderat, Gipfelaufstieg anspruchsvoll |
| Besonderheit | Felsstufen, Eisentreppen und Aussicht über Blankenburg |
| Stempelstelle | Harzer Wandernadel Nr. 76 |
| Längere Tour | Über den Löbbeckestieg in Richtung Hamburger Wappen |
Die Angaben beziehen sich auf den Besuch des Großvaterfelsens. Wenn du den Kammweg in Richtung Timmenrode einbaust, wird daraus eine deutlich längere und anspruchsvollere Tour.
Wo beginnt die Großvaterfelsen Wanderung?
Ein geeigneter Ausgangspunkt liegt am Schnappelberg in Blankenburg, in der Nähe des Kleinen Schlosses und der Touristinformation. Von dort gehst du über die Straße und die Wege am Heidelberg in Richtung Großmutter- und Großvaterfelsen. Über den Großvaterweg geht es hinauf. Informationen zu den Parkmöglichkeiten und wie du hinkommst, findest du auf meiner Seite Parkplatz Teufelsmauer Blankenburg .
Wegbeschreibung: Über Großmutter und Großvater zum Aussichtspunkt
Vom Bereich Schnappelberg führt der Weg zunächst in Richtung Heidelberg und durch den Wald zu den Felsen. Unterwegs kommst du am Großmutterfelsen vorbei. Leider ist der Großmutterfelsen mittlerweile sehr stark zugewachsen. Bäume behindern die Aussicht. Über den Wandersteig geht es dann vom Großmutterfelsen schnell hinüber zum Großvaterfelsen. Bis zum Fuß des Großvaterfelsens ist es eine leichte Wanderung. Den letzte Abschnitt bis zum Gipfel erreichst du aber nur über Felsstufen und Eisentreppen. Pass gut auf. Teilweise sind die Stufen steil und unregelmäßig. Du solltest deshalb sicher wandern können. Nimm dir beim Aufstieg Zeit und halte dich an den vorgesehenen Weg. Bei Nässe, Eis oder Schnee können die Felsstufen besonders rutschig sein. Wenn du dich beim Blick auf die Treppen unsicher fühlst, ist es völlig in Ordnung, auf den Gipfel zu verzichten. Schon der Blick auf den Felsen von unten lohnt sich.



Die Aussicht vom Großvaterfelsen
Der Großvaterfelsen liegt auf rund 317 Metern Höhe und ragt ungefähr 130 Meter über das Stadtgebiet hinaus. Oben erwartet dich ein weiter Blick über Blankenburg, die Dächer der Stadt und die barocken Schlossgärten. Auf dem Gipfel steht eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1998. Dass dieser Blick etwas Besonderes ist, haben nicht erst heute die Wanderer entdeckt. Bereits 1810 malte der dänische Künstler Christoffer Wilhelm Eckersberg eine Ansicht von Blankenburg von der Teufelsmauer aus. Das Motiv zeigt, wie reizvoll der Blick vom Felsen schon damals gewesen sein muss. Wenn du heute oben stehst, kannst du diesen Gegensatz selbst erleben: Auf der einen Seite hast du den rauen, verwitterten Sandstein direkt vor dir, auf der anderen den Blick auf die Stadt. Die Felsformation wirkt wild und ursprünglich, während Schloss und Gartenanlagen eine gestaltete Kulturlandschaft sind.
Stempelstelle 76 der Harzer Wandernadel
Am Großvaterfelsen befindet sich die Stempelstelle 76 der Harzer Wandernadel. Der Stempelkasten steht am Weg zum Felsen. Du musst also nicht unbedingt bis auf den Gipfel steigen, um den Stempel zu sammeln.
Weiter auf der Teufelsmauer wandern: der Löbbeckestieg
Wenn du gern auf schmalen Felsenwegen wanderst, kannst du vom Großvaterfelsen weiter auf der Teufelsmauer wandern: Der Löbbeckestieg verläuft auf dem Kamm der Teufelsmauer und führt vom Bereich des Großvaterfelsens in Richtung Hamburger Wappen bei Timmenrode. Der Weg wurde 1853 auf Veranlassung des Blankenburger Bürgermeisters Carl Löbbecke angelegt. Er führt stellenweise direkt am Felsgrat entlang, ist teilweise in den Felsen gehauen und bietet unterwegs immer wieder Ausblicke ins Umland. Hier alle Infos zum Löbbeckestieg.
Diese Variante ist kein einfacher Verlängerungsspaziergang. Der Kammweg ist schmal und hat felsige Abschnitte, steile Hänge und Durchschlupfe. Du brauchst gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und solltest nicht unter Höhenangst leiden. Wenn du bis zum Hamburger Wappen weitergehst, findest du dort eine ganz andere Felsformation mit drei markanten Spitzen und den sogenannten Kuhställen. Hier meine Eindrücke vom Hamburger Wappen.
Lohnt sich die Wanderung zum Großvaterfelsen?
Ja, wenn du einen kurzen Ausflug mit einem markanten Naturziel und einer schönen Aussicht suchst. Der Großvaterfelsen liegt nahe am Stadtgebiet von Blankenburg und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Stadt oder einem Besuch der Schlossgärten verbinden. Du solltest aber wissen, dass der Gipfel nicht für jeden gut erreichbar ist. Der letzte Aufstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer nur eine einfache Wanderung ohne steile Stufen sucht, kann den Felsen von den Wegen darunter betrachten und den anspruchsvollen Teil auslassen. Hier alle Details und Eindrücke vom Großvaterfelsen.

