Die Teufelsmauer ist ein wirklich tolles Ziel zum Wandern im Harz. So hohe Felsen wie den Königstein, das Hamburger Wappen oder den Großvaterfelsen hätte ich hier nicht erwartet. Ich war dort und habe Jan Ziesing kennengelernt. Der gebürtige Quedlingburger ist nach der Wende in seiner Heimat geblieben und hat einige historische Häuser als Harz Domizile renoviert. Es sind richtig hübsche Ferienwohnungen und Ferienhäuser für einen Urlaub an der Teufelsmauer.
➔ Willst du mehr darüber wissen? Hier die offizielle Webseite der Harz Domizile.
Teufelsmauer Weddersleben Wanderung – Königstein, Mittelsteine & Papensteine
Der Königstein bei Weddersleben ist einer der eindrucksvollsten Abschnitte der Teufelsmauer im Harz. Die markante Sandsteinformation erhebt sich direkt über dem nördlichen Harzvorland. Und während die Teufelsmauer an anderen Stellen oft aus einzelnen Felsbrocken oder Felsnadeln besteht, ist sie in Weddersleben eine fast geschlossene Mauerwand. Oben am Königstein erwartet dich eine Aussicht über die Landschaft rund um Weddersleben und in Richtung Harzrand. Besonders schön finde ich, dass du hier schon nach einem kurzen Fußweg vom Parkplatz mitten zwischen den bizarren Felsen stehst.
Du kannst den Königstein als kurzes Ausflugsziel besuchen oder eine längeren Wanderung daraus machen. Auf dem längeren Wanderweg liegen die Mittelsteine und die Papensteine. Eine Rundwanderung verbindet die Felsen mit Wegen entlang der Bode und führt dich wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Teufelsmauer Weddersleben Wanderung ist leicht. Sie unterscheidet sich von den zerklüfteten Abschnitten in Blankenburg oder Timmenrode. Die Felsen der Teufelsmauer Weddersleben sind fast komplett ohne Wald und ragen steil aus der Ebene – das wirkt natürlich besonders stark.
Überblick Wanderung an der Teufelsmauer Weddersleben
| Teufelsmauer Weddersleben Wanderung | Daten & Fakten |
|---|---|
| Startpunkt | Wanderparkplatz an der L240 zwischen Neinstedt und Weddersleben |
| Highlights | Königstein, Mittelsteine, Papensteine, Kirschbaumallee |
| Rundwanderung | Etwa 5 Kilometer, rund 1 Stunde |
| Schwierigkeit | Überwiegend leicht, einzelne Abschnitte führen über Stufen und unebene Wege |
| Beste Zeit | Früh am Morgen oder am späten Nachmittag; im Frühling lohnt sich die Kirschbaumallee |
Die Angaben zur Dauer sind Richtwerte. Wie lange du unterwegs bist, hängt davon ab, welche Wegvariante du wählst und wie viel Zeit du für die Aussicht und Fotopausen einplanst.
Wo beginnt die Wanderung an der Teufelsmauer?
Der Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der L240 zwischen Neinstedt und Weddersleben, nahe der Bodebrücke. Von hier erreichst du den Königstein in wenigen Minuten. Am Parkplatz stehen Informationstafeln, die dir einen Überblick über die Wege und die Felsformationen geben. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig. Alle Details zur Anfahrt, zu den Parkgebühren und zu den Zahlungsmöglichkeiten findest du auf unserer Seite zum Teufelsmauer Parkplatz Weddersleben.
Wegbeschreibung: vom Königstein zu den Mittelsteinen und Papensteinen




1. Zum Königstein – der bekanntesten Felswand der Teufelsmauer
Vom Parkplatz folgst du dem Weg in Richtung Teufelsmauer. Nach einem kurzen Stück durch den Wald geht es hinauf zum Königstein. Die wirklich riesige Sandsteinwand ist imposant. Einfach so wächst dieser steile Fels aus der sonst ebenen Wiesenlandschaft. Er ist daher eines der bekanntesten Fotomotive der gesamten Teufelsmauer. An der Aussichtskanzel siehst du Weddersleben, das Bodetal und das Harzvorland. Nimm dir hier ruhig etwas Zeit. Gerade bei tief stehender Sonne leuchten die Felsen besonders schön.
Der Königstein ist auch geschichtlich interessant: Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich bei einem Besuch im Jahr 1784 mit der Geologie der Gegend. An seine Forschungen erinnert der Goethestein am Weg. Außerdem befindet sich hier die Stempelstelle 188 der Harzer Wandernadel. Wenn du vor allem den Königstein sehen möchtest, reicht bereits ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz bis hierher. Weitere Informationen zu Aussicht, Geschichte und Besonderheiten findest du auf meiner Seite über den Königstein bei Weddersleben.
2. Weiter zu den Mittelsteinen
Wenn du mehr wandern möchtest: Vom Königstein führt der Weg weiter zu den Mittelsteinen. Besonders schön ist die Kirschbaumallee auf der Südseite. Dort stehen mehr als 50 alte Kirschbäume. Im Frühling zur Kirschblüte verwandelt sich der Weg in einen besonders reizvollen Abschnitt der Wanderung. Wenn du zu dieser Jahreszeit unterwegs bist, lohnt es sich, dafür etwas zusätzliche Zeit einzuplanen. Bitte beachte, dass nicht jeder Weg direkt an den Felsen betreten werden darf. Du kannst seit der Sperre nicht auf die Mittelsteine hinauf! Bleib auf den ausgeschilderten Wanderwegen und respektiere Absperrungen. Gerade die kargen Sandsteinflächen und ihre Pflanzenwelt sind empfindlich.
3. Die Papensteine – Felsen mit Blick ins Harzvorland
Hinter den Mittelsteinen erreichst du die Papensteine. Auch hier treten die Felsen aus der offenen Landschaft hervor. Die Papensteine sind aber nicht so imposant wie die Mittelsteine oder der Königstein. An einem Aussichtspunkt kannst du eine Pause einlegen und den Blick über die Landschaft schweifen lassen. Wenn du gern fotografierst, lohnt es sich, nicht nur die Felsen selbst, sondern auch ihre Wirkung in der weiten Umgebung einzufangen.
4. Der Rückweg zum Parkplatz
Für den Rückweg haben wir uns für den ähnlichen Weg entschieden, weil wir wieder über die Felsen zurück wandern wollten. Alternativ könntest du auch unterhalb der Felsen eine Rundwanderung zurück zum Parkplatz machen.
Wie schwierig ist die Teufelsmauer Weddersleben Wanderung?
Die Wanderung zur Teufelsmauer bei Weddersleben ist insgesamt leicht. Du wanderst auf normalen Wanderwegen. Es sind keine technisch schwierigen Stellen zu meistern. Allerdings führen die Wege stellenweise über unebenen, steinigen Untergrund und können bei Nässe rutschig sein – ähnlich wie am Alatsee, am Prebischtor oder der Maisinger Schlucht. Direkt an den Felsen gibt es schmale Pfade und es geht ein bißchen hinauf und hinunter, deshalb solltest du festes Schuhwerk tragen
Lohnt sich die Teufelsmauer Wanderung bei Weddersleben?
Ja, besonders wenn du die markanten Sandsteinfelsen nicht nur kurz anschauen, sondern mehrere Abschnitte der Teufelsmauer kennenlernen möchtest. Der Königstein ist der große Blickfang. Die Mittelsteine und Papensteine ergänzen den Ausflug um weitere Felsformationen und ruhigere Wegabschnitte. Für einen kurzen Ausflug genügt der Abstecher zum Königstein. Wenn du mehr Zeit hast, lohnt sich die Wanderung entlang der Felsen. Im Frühling ist die Kirschbaumallee ein zusätzlicher Grund für den Besuch; am späten Nachmittag sorgt das Licht häufig für besonders schöne Fotomotive. Du solltest allerdings keine anspruchsvolle Wanderung wie auf dem Löbbeckestieg erwarten. Die Wanderung lebt vom Wechsel zwischen Felsen, Ausblicken und Landschaft. Mein persönlicher Tipp, wenn du über echt riesige Felsen spazieren willst – besuch mal das Felsenmeer.

